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SCHWARZATAL AKTUELL

Dein persönliches Abenteuer, eine Geschichte, ein Traum, ein besonderes Erlenis - wer hat eine Story und will uns davon erzählen...bitte Mail an: mirpax11@gmail.com

Wanderung auf den Grimming

Ich glaube jeder kennt ihn, sei es vom Vorbeifahren durch das Ennstal, oder vom Urlauben in der Region. Der Grimming, obwohl nur 2351m hoch, erscheint durch seine exponierte Lage und das silber glänzende Dachsteinkalkgestein besonders erhaben und stolz. Und das ist dieser Berg auch.
Bei frischen 10 Grad starteten wir um 7 Uhr10 von Parkplatz Niederstuttern, 649m Seehöhe. Wir wählten die Tour über das Multereck.
Schon von Beginn an geht es ordentlich Bergauf - nur das kurze Flachstück nach der Grimminghütte bietet etwas Erleichterung. Dann wird es nur noch steiler. Latschen – Geröll – Steine – Felsen – so geht es dahin. Obwohl die Klettereien nicht besonders Anspruchsvoll sind, ist dennoch vollste Konzentration gefordert. Die sich öffnenden Abgründe werden tiefer und tiefer. Das angenehm milde und ruhige Wetter erleichtert unser Vorankommen. Nach ca. 3:40 h erreichen wir das Multereck auf 2176 m. Nun folgt die prachtvolle Gratwanderung in Richtung Gipfel. Famose Ausblicke – Ennstal, Dachstein, Tauplitz, Bad Mitterndorf,…und natürlich immer wieder die wilde Felslandschaft. Zerklüftete Felsen, steile Rinnen und wild abfallende Felsformationen. Zerbröselte, wasserdurchfurchte Steinriesen und lange Schotterfelder. Wahrlich ein grimmiger Berg.
Nach ca. 4:20 h waren wir auf den 2351m hohen Gipfel. Es war ein super Gefühl hier oben angekommen zu sein.
Nach einer kurzen Pause machten wir uns kurz vor 12 Uhr auf den Rückweg. Obwohl wir für den Abstieg die süd-ost Route nehmen wollten, entschlossen wir uns aufgrund der Schwierigkeit dieses Abschnittes doch wieder denselben Weg zurückzugehen.
Also genossen wir nochmals den Grat mit den herrlichen Ausblicken. Und dann ging es los – der steile Abstieg erforderte wieder absolute Achtsamkeit. Keine richtige Kletterei aber dennoch nur mit allen Vieren zu bewältigen – Seniorengymnastik nannte das mein Begleiter. So ging es fast dreiviertel des Abstieges dahin. Jetzt war nicht nur die Konzentration gefordert sondern auch die Kondition – Ermüdungserscheinungen, wie z.B. kleine Ausrutscher machten sich bemerkbar. Vermehrt vernahmen wir auch unmissverständliche Hinweise seitens unserer Muskulatur.
Um 14.40 erreichten wir die Grimminghütte und obwohl eigentlich gar nicht geöffnet wurden wir bestens mit Bier und Steirerkäsbrot versorgt. Prost. Nach 8.30 h erreichten wir das Auto. Danke das genügt. Geschätzte Gehzeit ca. 7.45h. EIne tolle Tour – mit hohen Ansprüchen sowohl an die körperliche als auch an die psychische Kondition. (Gegangen im Oktober 2018, Geri und Charly)

...Horizont

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...Bergsteine

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...Wohin

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...so alan und klan

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...Respekt vor dem Berg

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...Der Grimming (Foto Mai 2018)

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Spaziergangerl durch Bratislava

Unseren ersten Bratislava Besuch starteten wir mit dem Bus von Hainburg aus. Diesmal sollte es etwas anderes werden. Wir fuhren mit dem Auto nach Parndorf und stiegen dort in den Zug. Neudorf, Gattendorf, Pama, Kittsee und schon waren wir da.
In ca. 20 Min. ist man in der Hauptstadt der Slowakei. Die einfache Zugfahrt kostet 7,- Euro pro Strecke. Vom Bahnhof Petrzalka führt ein angenehmer Spazierweg fast bis in die Altstadt. Nach ca. 2 km machten wir Pause im großen Aupark Einkaufszentrum. Von hier tänzelten wir über die Donau und schon waren wir im Zentrum. Vom Bahnhof aus insgesamt rund 3 km.
Unser erstes Ziel war der Hrad vrch, der Burg Berg. Hier von der Bratislaver Burg aus hat man einen schönen Überblick auf die Stadt und die Donau. Natürlich sieht man von hier auch in das nahe Österreich. Zahlreiche Touristen schossen hier wild mit ihren Handys und Fotoapparaten durch die Gegend.
Im Burgrestaurtant genossen wir gemütlich ein malo Pivo und beobachteten den Touristenstrom. Schon etwas hungrig spazierten wir wieder hinunter. Unser Ziel war das Restaurant Pulitzer , welches wir schon beim ersten Bratislava Besuch schätzten. Ein eher modernes Restaurant mit guter Küche und guten Preisen. Danach spazierten wir leicht beschwingt (halbes Bier) durch die Altstadt. Wieder waren wir überrascht, dass wir hier so viele Touristen sehen. Die meisten Cafes und Restaurtants waren fast voll. Zahlreiche Souvenierstände pflastern den Weg durch die romantischen Gassen. Wir betrachteten interessiert das rege Treiben. Auch unten bei der Donau spazierten und flanierten viele Touristen und Einheimische.
In einer gemütlichen Donau – Strandbar fanden wir einen angenehmen Platz in der Sonne und schlürften gemütlich einen Kava. Und das obwohl rund um uns Oktoberfeststimmung herrschte und praktisch alle Bier tranken – aber wir hatten ja noch einen Heimweg vor uns. Wir beobachteten die großen Reiseschiffe, die hier pausierten und überlegten, ob uns so eine Flusskreuzfahrt wohl auch gefallen würde.
Als wir der Donau entlang weiter spazierten, entdeckten wir noch eine tolle Promenade direkt vor dem Europa Einkaufszentrum . In den Lokalen saßen viele Leute die sich eine Wasserpfeife teilten – schaut komisch aus aber dürfte wohl schmecken. Waren mir in Triest die vielen Frauen mit Hund aufgefallen, so waren es hier die vielen jungen Familien mit Kindern, - echt toll. Schon mit leichten Ermüdungserscheinungen spazierten wir wieder in Richtung Bahnhof. Und rund 7 Stunden später saßen wir wieder im Zug nach Parndorf.
Eine interessante Reise mit vielen Eindrücken – die Hauptstadt der Slowakei mit ihren über 400 000 Einwohnern erscheint jedenfalls als eine freundliche, moderne, junge Stadt.

...Hrad Bratislava

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...die Kreuzfahrer

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...Donau-Brücke

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Drei Berge Tour in Tarvis

Um 10 Uhr starteten wir von Tarvisio in Richtung Pontebba. Nach einem kurzen Stück auf der Straße wechselten wir auf den Radweg – schon angenehm ohne Autos unterwegs zu sein. Aber auch sonst war am Radweg nicht viel los. Obwohl die Temperatur anfangs nur 10 Grad zeigte fühlten wir uns wohl und erreichten nach ca. 20 km rasch Pontebba.
Von da an gings bergan – wenn man im Ort in Richtung Passo Pramolo fährt kann man direkt nach der Unterführung links fahren und ist schon auf der Strecke nach Moggio. 8 km Steigung – eine romantische Straße schlängelt sich mit moderater Steigung den Berg hinauf. Weiter oben haben wir tolle Ausblicke in die umliegenden Berge. Gemütlich kurbeln wir zum Sella di Cereschiatis auf 1066m. Der erste Monte ist geschafft. Gut 20 km rollen wir nach Moggio hinunter.
Von hier ein kleines Stück den Radweg hinunter und dann ein kurzes Stück den Radweg wieder hinauf. Jedenfalls zu erwähnen dabei sind die beiden ca. 1km langen, gut beleuchteten Tunnels, da mich diese schon eher an eine Höhle erinnerten. Wir verließen bald den Radweg und fuhren rechts in das Resia Tal.
Bis zur Abzeigung nach rechts ging es gemütlich dahin. Danach begann die Steigung. Das Verkehrszeichen zeigte eine Steigung von 12% - gefühlt hätten es auch 15% sein können. Die Strecke war wieder wundeschön. Besonders gefiel mir ein großes Flussbett mit Riesensteinen, das mich etwas an Urzeitbilder erinnerte. Teilweise war es nun so ruhig, dass man die Ruhe fast greifen konnte. Großteils führt die Steigung durch dichte Laubwälder. Die unnachgiebige Steilheit kostete eine Menge an Energie – zwischendurch war ich nahe daran abzusteigen… Daher riesen Erleichterung auf der Passhöhe – uff geschafft. Sella Carniza 1092m, gekennzeichnet nur mit einer kleinen Tafel - sonst nichts.
Die Abfahrt auf der einspurigen Straße wurde zur Konzentrationsübung – zahlreiche Löcher und überraschende Sandstellen ließen nicht viel Zeit für die Umgebung – dennoch war es nach der 8km Steilpassage eine notwendige Erholung. Nach ca. 9 km kamen wir auf die Verbindungsstraße die von Tarcento (I) nach Zaga (SLO) führt. Von hier aus eröffnete sich ein herrlicher Ausblick in die slowenische Bergwelt. Beim folgenden Gegenanstieg offenbarten sich die ersten Ermüdungserscheinungen in den Beinen. Endlich führte uns eine schöne Abfahrt in Richtung Zaga.
Auch nach Bovec forderte uns wieder eine langgezogene Steigung. In Bovec machten wir kurz Rast. Inzwischen war es angenehm Warm und wir entledigten uns der Beinlinge – stark angenehm - wieder der Luftzug auf den Beinen.
Nächstes Ziel war der Predil Pass. Die hügelige Zufahrt kostete schon einiges an Kraft – und erst recht die restlichen 8 Passkilometer. Dieser Berg hat einige lange gerade Steigungen die schon echt viel gute Motivation abverlangen. Abzeigung… Mangart… Burg… Grenze … geschafft - Passo de Predil 1156m.
Ein herrliches Gefühl. Vor uns nur noch 20 km runter bis Tarvisio – schon von oben leuchtet uns in herrlichen Glitzerfarben der Lago di Predil entgegen. Flott rollen wir in Richtung Tarvisio weiter. Nach 6:15h und 123km mit ca. 2300 Höhenmetern sind wir wieder zurück. Müde aber absolut zufrieden – phantastischer Sport, super Wetter, grandiose Landschaft, viele ruhige Straßen und nette Plaudereien. Perfetto!(Gefahren im September 2018)

...Predil

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...Sella di Cereschiatis

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...kein Winterdienst

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...Sella Carniza

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Ein Wochenende in Italen, zelebriert im September 2018

Freitag Nachmittag so gegen 14.30h saßen wir in einem Touristenboot in Grado. Wir wollten einmal in den Lagunen herumgondeln. Da die Lagunenrundfahrt zu lange dauerte, entschlossen wir uns spontan zur Isola Barbana zu fahren. Die Fahrt dauerte ca. 25 Minuten und bot sehr schöne Ausblicke in die ausgedehnte Lagune von Grado. Zahlreichen Vogelarten besiedeln die vielen kleinen Inseln. Ich hatte das Gefühl, dass es diesen Vögeln hier recht gut geht. Das Meer plätscherte am Boot entlang, der Wind pfiff neugierig um die Ohren und die Augen genossen das ruhige Stimmungsbild der Überfahrt. Schon von weitem sahen wir die Wallfahrtskirche Santa Maria di Baarbana . Umgeben von viel Grün empfing uns die Insel mit wohlklingendem Glockengeläute. Nach einer kurzen Labung im Restaurante besuchten wir die Kirche. Entstanden aus einer Kapelle im 6. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einer beliebten Wallfahrtskirche. Im Inneren der Kirche war es ruhig und man spürte eine angenehme Atmosphäre. Von einem Nebentrakt hörten wir einen Gottesdienst und die monotone Stimme des Pfarrers passte gut in das Szenario. An einem Platz am Ende der Insel schauten wir in das Meer und genossen die Klänge eines Schweizer Alphornbläsers.
Die nächste Station war der Strand von Grado. Wir bummelten die herrliche Promenade entlang bis zum Sandstrand – und obwohl es schon später Nachmittag war badeten wir noch im angenehm warmen Meer.
Es war ein wunderschöner erster Tag.
Samstag fuhren wir von unserem Hotel (ca. 20 km vor Triest) in Richtung Miramare. Von hier beginnt eine lange Meerespromenade fast bis Triest . Und obwohl es keinen Sandstrand gibt, sind zahlreiche, durch Stiegen ermöglichte Einstiege zum Meer. Im Sommer ist es hier voll von Einheimischen und Touristen, die diese schöne Meerespromenade zum Baden und Sonnen nützen. Wir genossen die angenehme Sonne, schwammen im Meer und stärkten uns im Café. Das waren absolut super entspannende Stunden.
Danach fuhren wir weiter in das Zentrum von Triest. Sanft, mit Café Besuch und Stärkung starteten wir die geplante Shopping Tour. Dabei ist mir aufgefallen, dass hier viele Frauen einen Hund spazieren führen - komisch was? Wie immer war um de Piazza Unita wieder das Zentrum des Geschehens. Danach wanderten wir hinauf zum Castello di San Giosto . Zahlreiche Treppen brachten uns zum Schwitzen. Oben angekommen, standen wir mitten in einem antiken Fest mit Trommeln, Schauspiel und altertümlicher Handwerkskunst. Besonders beeindruckend war aber auch der spektakuläre Rundblick von hier oben. Das Meer mit altem und neuem Hafen, - das Zentrum von Triest bis hinauf zu den zahlreichen Häusern im Karst. Der herrlich Rundblick war durch die beeindruckende Abendstimmung besonders intensiv.
Ein herrlicher zweiter Tag.
Wir beschlossen, auf unserer Heimreise wieder einmal Neuland zu erforschen. Bei Udine Nord verließen wir die Autobahn. Unser Ziel war der Passo Tanamea (870m), einer der Pässe, der das Kanaldal mit dem Isonzotal verbindet. Durch das verwinkelte Tarcento ging es durch ein kurviges Tal in kleinen Abschnitten bergwärts. Rundum schöne Ausblicke auf die verschiedenen Berggipfel und die schönen Laubwälder. Von hier starten auch zahlreich Wanderrouten. Bis man am anderen Ende, in Zaga ankommt, zeigt die Berstraße ein Variantenreichtum wie es nicht nur den Motorrad Experten, sondern auch den Radler begeistert. Achtung - sollte jemand mit dem Rad diese Passstraße einplanen - Licht mitnehmen für den mäßig beleuchten Tunnel. Unsere nächste Station war Bovec . In dieser Ortschaft treffen sich die Rafting Fans. Von hier kann man in mehreren Stationen direkt Fahrten buchen. Von Bovec fuhren wir noch gemütlich über den Predil Pass (1156), blickten auf den romantischen Lago die Predil und fuhren hinunter nach Tarvis.
Und nun sollte es schnell nach Hause gehen. Ging es aber nicht – bei Völkermarkt wurden wir von der Autobahn abgeleitet und fuhren nun wild durch die Landschaft. Schließlich beschlossen wir, über das Klippitztörl (1642m) zu fahren. Ca. 1,5 Stunden später und mit zahlreichen Höhenmetern sind wir dann doch noch heim gekommen.
Ein interessanter 3. Tag zum Ausklang.

...auf in die Lagune

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...Isola Barbana - im Landeanflug

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...il giardino Barbana

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...arrivederci Isola

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...Triest-Blick

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finster wirds

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...Castello di San Giusto

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Rennrad -Tour: Arnoldstein - Triest, 191 km, 6h30, Geri F., Geri A. und Charly K., gefahren im August 2018

Um 8 Uhr starteten wir von unserer Pension, oberhalb von Arnoldstein. Großteils über Radwege fuhren wir in Richtung Tarvis. Von hier führt ein sehr schöner Radweg nach Kranjska Gora . Zahlreiche Radler aller Gattungen waren bereits unterwegs. Vorbei bei der Piste des Weltcup Skirennens ging es weiter durch das Zentrum von Kranjska Gora. Hier war schon reges Treiben. Die Gostilnas waren voll von frühstückenden Ausflüglern. Auf den Straßen tummelten sich Wanderer und Radfahrern.
Es wurde nicht ruhiger – kurz nach der Ortschaft begann die Steigung des Vrsic Passes , enge Kehren, Stockerlpflasterabschnitte und ein herrlicher Ausblick in die Bergwelt des Triglav Massives geben diesem Pass seine Charakteristik. Aber nicht nur Idylle war angesagt. Vor Tuchfühlung mit Wohnwägen, Autos und Motorrädern durfte man nicht schreckhaft sein. Volle Konzentration war angesagt. Schön war, dass man immer wieder gleichgesinnte Radler überholte – Frauen, Männer, Tourenradler, Rennradler, bunt gemischt. Oben am Pass auf 1611m und nach ca. 11km, war das Gewurl so groß, dass man selbst mit dem Rennrad einen Platz zum stehen bleiben suchen musste.
Die Abfahrt hinunter zwischen den Motorisierten war auch nicht ohne. Das Soca Tal (hier entspringt die Quelle dieses Flusses) beginnt. Vor Bovec hatten wir Glück und konnten hinter einer Gruppe slowenischer Radler etwas Energie sparen. Aber dann ging es ans Weiterkommen. So im 5-10 km Rhythmus haben wir uns abgelöst. Das Tempo um die 30km/h war ok und wir kamen gut voran. Vorbei bei Kobarid (sehenswertes Museum zum Thema Soca Front im 1. Weltkrieg), weiter in Richtung Tolmin und dann das Soca Tal weiter bis Kanal. Hier füllten wir unsere Trinkflachen und weiter ging es in Richtung Nova Goricia. Nova Goricia ist eine geteilte Stadt – ein Teil ist italienisch und ein Teil slowenisch. Den richtigen Weg durch die Stadt zu finden ist nicht ganz einfach, aber wir hatten Glück und fanden die Strasse nach Triest ohne Umwege.
Es war inzwischen echt Heiß geworden. Auch die erstenErmüdungserscheinungen , - ca. 140km waren gefahren, machten sich bemerkbar. Durch den ansteigenden Görzer Karst fuhren wir weiter in Richtung Duino. Die sanften Steigungen auf dieser Strasse (55) kosteten uns den Rest an Energie. Doch die ersten Ausblicke zum langersehnten Meer geben uns wieder Motivation. Nach einer sanften Abfahrt erreicht man zwischen Monfalcone und Duino die Küstenstraße. Es war noch nicht geschafft – immer wieder kleine Steigungen und der ungünstige Wind schafften uns endgültig.
Nicht einmal der wunderschöne Blick von der Küstenstrasse auf das glitzernde Meer hinaus konnte uns noch aufbauen. Es hatte inzwischen 35 Grad. Unsere Ablösungen wurden lückenhafter und die Geschwindigkeit reduzierte sich deutlich.
Als wir das Schloss Miramare passierten beschlossen wir spontan uns im Meer abzukühlen . Nach 185 km und einer Fahrzeit von rund ca. 6:30 stoppten wir – mit der Radhose statt Badehose erfrischten wir uns im Meer – herrlich. Die restlichen 6 km nach Triest waren dann nur noch eine Genussfahrt mit Vorfreude auf das erste Bier, Alles in allem eine tolle Ausfahrt mit vielen Aspekten sowohl landschaftlich als auch körperlich. Schön wieder einmal im persönlichen Grenzbereich unterwegs gewesen zu sein!
Den restlichen Tag genossen wir die tolle Atmosphäre und das pulsierende Treiben in Triest.

Die wesentlichen Abschnitte:
Arnoldstein - Kranjska Gora: ca 30 km
Vrsic Pass:ca.11km
Vrsic Pass- Bovec (Trenta Tal): ca. 32 km
Bovec – Kobarid : ca. 20km
Kobarid – Tolmin: ca. 14 km
Tolmin – Gorizia: ca. 47 km
Gorizia – Duino: ca. 20km
Duino – Triest: ca. 19km

Aktiv Aktiv Aktiv Aktiv Aktiv Aktiv Aktiv Aktiv

Rennrad -Tour: Brenner, Jaufenpass, Timmelsjoch und Kühtai

Sonntag 22. Juni 2008
ein Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde. Tagwache war um 5 Uhr 30 . Ich habe sehr gut geschlafen. Sehr leise begebe ich mich ins Bad, um meine Frau nicht zu wecken - sie schlÄft noch tief. Um 6 Uhr sitze ich im schönen Speisesaal des Rauthofs in Kematen ganz alleine.
Ein alter netter Herr, vermutlich der Senior-Chef fragte mich, ob ich Kaffee wolle, ich nickte und kaute zwischendurch mein Müsli hinunter. Ich fragte ihn, wie viel Grad es hat, es wirkt noch ziemlich frisch draussen, es hatte schon 17 Grad und die Sonne strahlte vom Himmel. -Wird ein heisser Tage heute-, sagte der Alte auf tirolerisch. -Wos geschtn on? -Ich sagte ihm mein Vorhaben, dass ich den Ötzi fahre.
Er verzog das Gesicht; -gonz alone wüscht des foan bei dera Hitz na bum!!-
Aktiv Ich lies mich aber nicht einschüchtern - er wünschte mir alles Gute und auf gings. Inzwischen war meine Frau aufgewacht. Ich machte mich rennfertig ,alles was ich in mein Trikot an Riegel und Gels hineinbrachte stopfte ich hinein. Dorli fotografierte mich vom Balkon aus - ich rief ihr zu, bis ca 10 Uhr am Jaufenpass! Sie schickte mir noch ein Busserl und rief alles Gute: Du schaffst es! Um 7 Uhr 7 Min. drückte ich vor der Kirche in Kematen meinen Startknopf am Radcomputer.
Der Ötzi privat war gestartet. Ich rollte Richtung Innsbruck auf einer wenig befahrenen Landstrasse recht zügig dahin mit einen 34 Schnitt war ich in 20 Min. in Innsbruck. Es war um diese Zeit schon sehr schwül. 20 Grad. Nun bog ich rechts ab auf die Brennerbundesstrasse und die Berg-Isel Schanze schaute mir entgegen, faszinierend diese Schanze: ich musste immer wieder hinaufschauen - so merkte ich die ersten Kurven des Brennerpasses fast nicht. 36 km sollten es bis auf die Passhöhe sein.

Ich fuhr den Brenner recht zügig hinauf, ist nicht wirklich steil, muss man sogar mit der Scheibe fahren sonst hat man eine Trittfrequenz von 150 U. Bald sah ich einen weiteren Radfahrer, ich kam ihm schnell näher überholte ihn, ein älterer Herr aber gut ausgerüstet und durchtrainiert. Der übliche Gruss -Morgen- zurück -Gries di-. Ich merkte dann, wie er sich in den Windschatten stellte dachte mir aber: nur nicht schneller werden ich hab noch 220km vor mir. Ich fuhr mein Tempo weiter so 27 /28 kmh - war hier aber fast ganz flach. Bei der nächsten leichten Steigung fuhr ich mein Tempo weiter und dachte mir wenn er jetzt dranbleibt hat er was drauf, ich hörte nur seine Schaltung nach 2 Minuten wagte ich einen Blick zurück doch dann war er weg. Bald fuhr ich wieder auf 2 Kollegen auf: Mann u.Frau , der Mann sagte mir, dass das Timmelsjoch gestern noch gesperrt war wegen Erdrutsch im Raum Moos. Gestern ist mir egal nur bitte heute nicht. Nun kam ich zur Endphase des Brennerpasses jetzt kommen die 12 % soll ich mit der Scheibe drüber es würde gehen? Nein schon dich sagte ich mir, du hast noch drei harte Pässe vor dir - so schaltete ich das 1.x auf die kleine Scheibe und fuhr in höhere Trittfrequenz die letzten km auf den Brenner. Um Punkt 9 Uhr war ich am Brenner da stimmte der Zeitplan noch auf die Minute. Brenner ist eine liebe Ortschaft, die Geschäfte machten gerade Ihre Laden auf, Leute belagerten schon die Kaffeehäuser und es wurde immer heisser 22 Grad auf 1377 m Seehöhe. Rasch eine Banane bei der Abfahrt nach Sterzing, 18km gings nun bergab im italienischen Gebiet.

Nach 32 Minuten war ich in Sterzing. Jetzt konzentrieren auf die Abbiegung Jaufenpass, und wie immer eine zu früh abgebogen und ich war mitten in der Altstadt. Keine Leute auf der Strasse endlich eine Frau im Auto . Entschuldigung bitte wo Jaufenpass? Sie sprach besser Deutsch als ich und sage mir den richtigen Weg. Nach 3 Minuten war ich wieder auf der richtigen Strasse und schon gings auf den Jaufenpass 17 km lang 12% max Steigung. Ich fand schnell meinen Rhythmus und fuhr den Jaufenpass mit einen 13er Schnitt hinauf. Nur nicht zum Trinken vergessen sagte ich mir immer wieder, denn es wurde immer heisser 27 Grad bereits. Jedes Auto das mich überholte schaute ich besonders an, denn laut Zeitplan müsste jetzt bald meine Frau kommen höchstens sie hatte sich verfahren. Die Maschinen und Autos wurden jetzt immer mehr, fast pausenlos hämmerten sie an mir vorbei und oft in einem Wahnsinns -Tempo. Mitte Jaufenpass überholte mich meine Frau natürlich mit dem Auto, ich brauchte noch nichts sie blieb ein paar Mal stehen um zu filmen. Nach 1 Stunde 16 Min.erreichte ich die Passhöhe oben war es zum Glück etwas kühler.Schnell 1 Gel und noch 1 Banane, Trinkflaschen ausgetauscht, ein paar Worte in die Kamera, und abwärts nach St.Leonhard 20km bergab und wie . Die Strasse war teilweise schlecht und sehr viel Verkehr. Vor mir fuhr ein nagelneuer Audi A4 Fahrer ca. 70 Jahre und hinter dem fuhr ich runter zum Überholen war er trotzdem zu schnell. Meine Frau fuhr die ganze Zeit hinter mir. Gegen Ende der Abfahrt taten mir die Finger weh vom Bremsen, das glaubt man kaum. Ich fuhr jede Abfahrt ohne Risiko ich habe ja Zeit und keinen Druck dachte ich mir immer wieder. Nach 41 Minuten war ich in St. Leonhard Schnitt 37km/H Lufttemperatur 31 Grad.

Und es ging ohne ein Flachstück gleich wieder bergauf - hinauf auf das Dach der Runde, auf das 2509 m hohe Timmelsjoch. 29 km bergauf, max. Steigung 16% durchschn.Steigung 6,3% 1800 Höhenmeter. Und es ging gleich steil weg immer zwischen 12 u. 14% die ersten Kilometer. Ich versuchte gleichmässig zu treten und meinen Rhythmus zu finden aber so richtig kam er nicht. Die Motorräder und Autos waren inzwischen noch mehr geworden, sie fuhren permanent an mir vorbei, dass es mich schon nervte. Wenn ich das Wasser sah, das neben mir aus den Felsen spritze, vergas ich wenigstens nicht zu trinken .Bis jetzt hat mich noch kein Radfahrer überholt im Gegenteil ich überholte, was ich später noch bereute. Einen Radfahrer mit rotem Trikot hatte ich immer in Sichtweite - er dürfte mein Tempo fahren, denn ich kam ihm nicht näher. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass dieser Mann für mich heute noch sehr bedeutend werden sollte. Ein wenig später sah ich ihn dann von der Nähe, als er eine Rast machte und eine Jause zu sich nahm. Wie üblich -Servas- er war Deutscher, das merkte ich gleich am Gruss. Ich war jetzt 5 Stunden 30min unterwegs hatte 120 km hinter mir und 2800 Höhenmeter, und jetzt war es das erste Mal soweit: meine rechter Fuss begann zu krampfen , sofort griff ich zur Magnesiumflasche und es ging wieder besser aber ab diesem Zeitpunkt war ich schon etwas angeschlagen. Ich hatte jetzt ca. die Hälfte vom Timmelsjoch und der Deutsche der übrigens Bernd heisst, wie sich später herausstellte, holte mich ein. Er fragte mich woher ich komme, ich sagte ihm mein Vorhaben und er fragte mich ob ich spinne. Dann sah ich meine Frau, sie wartete mit der Kamera in der Hand in einer Parklücke, ich blieb kurz stehen , so verlor ich Bernd wieder. Ich gab Dorli meinen Helm und nahm ein Gel und tauschte die Flaschen. Sie machte mir immer Mut, redet mir gut zu, sie war eine tolle Unterstützung, sie gab mir immer wieder neue Kräfte zum Weiterfahren. Jetzt kam sogar ein Flachstück ca. 2 km das war angenehm. Nur als ich dann raufschaute und die Kehren sah, die noch vor mir lagen, war es weniger angenehm. Jetzt wurde es wieder richtig steil, ein Tunnel nach dem anderen kam. In den Tunnels war es stockfinster - jetzt versteh ich, warum die ein Licht vorschreiben - das ist sicher ganz wichtig für die eigene Sicherheit. Ich drehte meine Leeds auf, die mir Martin geliehen hatte. Der einzige Vorteil im Tunnel war, dass es sehr kühl drinnen war und man konnte sich richtiggehend duschen, denn es kam überall Wasser von der Tunneldecke. Jetzt kann man es mit dem Stilfserjoch vergleichen: eine Kehre nach der anderen .Und ich holte wieder meinen deutschen Freund ein, er wurde gerade von seiner Bekannten betreut. Nach ein paar Minuten holte er mich wieder ein ich fuhr inzwischen mit 38/32 schon ziemlich langsam,jetzt überholte mich auch ein anderer Radfahrer da merkte ich, das ich schon sehr langsam bin: 9 kM/H. Ich erzählte dem Deutschen, dass ich schon angeschlagen bin. Er redet mir Mut zu. Der Abstand zu ihm wurde schnell grösser. Vor der Passhöhe machte er aber wieder eine Rast und ich war dann trotzdem vor ihm oben: endlich geschafft nach 2 Stunden 31Min. mit 162 Durchschnittspuls, 11,9 Schnitt, 25 Grad hatte es oben und seitlich lag noch sehr viel Schnee. Meine Frau wartete schon oben . Jetzt machten wir gleich einmal ein Foto mit der Passhöhetafel.
Mein Gesicht war weiss vom Salz. Am liebsten würde ich mich jetzt niederlegen sagte ich zu meiner Frau sie bot mir an, im Auto hinten wäre es kein Problem, machte ich natürlich nicht denn ich hatte ein Ziel und das hies Kematen - heute noch ! ! ! Gegessen,getrunken, nach ca.10 Minuten gings weiter und Bernd kam auch gerade wieder vorbei das kann kein Zufall mehr sein, dass wir uns jetzt schon das fünfte Mal sehen! Er rief mir zu: wir sehen uns sicher noch am Kühtai ich sagte ja wahrscheinlich glaubte es aber nicht. Es ging kurz bergab, dann kam der Gegenanstieg zur Mautstation ca 1,5km aufpassen, denn die Füsse krampften schon bei jedem kleinen Anstieg. Bei der Maut vorbei - Radfahrer zahlen nichts - gings jetzt sage und schreibe 57 km bergab bis auf ein paar Flachstücke mit einigen km zwischendrinnen nach Oetz. Ich fuhr jetzt so schonend wie möglich mit der Hoffnung, dass sich meine Muskeln bis zur Auffahrt Kühtai halbwegs erholen. Es war schön durch das wunderschöne Ötztal - die Hitze war enorm 34 Grad hatte es bereits. Links und rechts auf den Feldern sah man fesche Bäuerinnen heuarbeiten fast das ganze Ötztal entlang. Immer wieder schoss mir der Gedanke durch den Kopf: wie schaffe ich das Kühtai? Ich wusste, dass ich schon angeschlagen war aber ich muss da drüber unbedingt.
Nach 1 Stunde 52 Min war ich in Oetz. Ich bin schonend gefahren für diese Talfahrt war es nur ein 36er Schnitt 1790 Höhenmeter bergab. Ich kam zu einem Kreisverkehr und ab da gings schon bergauf. Rechts war ein Sparmarkt da stand meine Frau und mein Freund der Deutsche mit seiner Betreuung. Jetzt fahren wir doch zusammen das Kühtai sagte er, und stellte sich vor, er sei der Bernd er ist gestern das Stilfserjoch gefahren und heute Timmelsjoch u.Kühtai. Zum letzten Mal wurden Getränke aufgenommen Gels hineingeschlürft. Bernd gab mir Magnesiumpulver, weil ich ihm von meinen Krämpfen erzählte. Er sei das Kühtai schon 7x gefahren, er kennt es wie seine Hosentasche und er sagte es sei sauschwer bis zu 18% Rampen 17 km lang. Zu meiner Frau sagte ich sie könne ins Hotel fahren denn verpflegt war ich ja und für sie wars ja auch sehr anstrengend ganzen Tag im Auto und die Hitze dazu. Ich war jetzt knappe neun Stunden unterwegs habe 195 km in den Beinen und 4300 Höhenmeter und jetzt kommt noch der steilste Berg . Nach ein paar Minuten Pause nahm ich mit meinem neuen Radfahrfreund Bernd das Kühtai in Angriff.
Bernd fuhr mit 39 /27 das wäre bei mir mit Sicherheit nicht mehr gegangen, Mein Rettungsanker 32 war an diesem Tag - Goldeswert -. Es ging gleich brutal steil weg. Nach drei Kilometer kam ein Brunnen wir erfrischten uns, das kalte Wasser am Kopf tat gut. Dann gings weiter es war immer steil es kam einfach kein Flachstück . Bernd fuhr ganze Zeit neben mir, erzählte mir warum das Kühtai eigentlich Kühtai heisst, und etliche andere Sachen ich sagte nur ja und nein ich wollte eigentlich nichts mehr reden. Nach ca. 8 km war es dann soweit: ich bekam auf beiden Füssen so starke Krämpfe, dass ich vom Rad musste. Bernd kam mir sofort zu Hilfe nahm mein Rad und ich konnte mich gerade noch auf einen Stein setzen. Es tat unheimlich weh. War es das jetzt ? Schaff ich es trotzdem nicht ? Was werden sich die anderen denken ? 100 Gedanken schossen mir durch den Kopf. Bernd sagte: nimm ein Gel und trink etwas. Ich trank fast eine Flasche leer. Seine Betreuung kam inzwischen mit dem Auto er sagte ihr sie soll ein Cola besorgen. Nach etlichen Minuten stieg ich wieder aufs Rad und quälte mich weiter. Bernd sagte es kommen noch 6 Kehren dann wirds ein paar Meter flach. Bernd motivierte mich wirklich super obwohl ich der Meinung bin, dass ich auch alleine nicht aufgegeben hätte so wie ich mich kenne. Endlich war das Flachstück da .Die Begleitung von Bernd goss mir Cola in meine Trinkflasche und redete mir gut zu nur noch 6 km. Bernd sagte jetzt musst noch mal reinbeissen, denn jetzt kommt die 18% Rampe, aber irgendwie kam ich drüber. Oben wo es etwas flacher wurde musste ich noch mal vom Rad - wieder Krämpfe.
Ein alter Bergbauer mit Bart und Gamshut kam zu uns und erzählte uns ein wenig von seinem Leben auf der Alm. Er strahlte richtiggehend vor Gesundheit inzwischen waren auch meine Krämpfe wieder weg und ich meisterte die letzten km auch noch. Nach 2 Stunden 21 Min war ich am Kühtai angekommen 9,4km Schnitt , 147 Puls Bernd und seine Begleitung gratulierten mir, und ich bedankte mich noch mal für Ihre Hilfe, die waren einfach super. Nun gings nur noch bergab 24 km nach Kematen 1330 Höhenmeter Abstieg . Mit einen 45er Schnitt raste ich voller Freude dem Ziel entgegen. Bernd überholte mich mit 92 Km/H wie er mir später erzählte. Ich sang vor Freude bei der Abfahrt und immer wieder kam der Gedanke du hast den Ötzi geschafft, wenn auch mit Schwierigkeiten zum Schluss - aber das ist keine Schande bei dieser Runde. Nach 11 Stunden 52 Minuten war ich wieder bei der Kirche in Kematen.
Gesamtschnitt: 22,3, Puls: 145, Kalorien:8103, 238km , 5500 Höhenmeter und 3,5 kg weniger. Ich lies Bernd noch duschen in unserem Zimmer, denn er reiste heute noch nach Hause, wir tauschten E-Mail Adressen aus und verabschiedeten uns . Am Abend holten wir uns noch eine gute Pizza. Das Match Spanien -Italien war der Abschluss eines langen Tages. Müde aber glücklich schlief ich ein .
Natürlich analysierte ich das Ganze: warum waren die Krämpfe so arg. Mein Fazit daraus; entweder ich habe zu wenig getrunken bis zu den Krämpfen 4 Liter nach 5,5 Stunden bei dieser Hitze, oder es war einfach nicht mein Tag. Variante 3 das Training war trotzdem zu wenig vielleicht hätte ich mehr Ausfahrten mit 7 oder 8 Stunden gebraucht nicht nur eine. Wie auch immer, vielleicht mache ich einmal einen zweiten Anlauf mit noch besserer Vorbereitung. GERALD AICHBERGER im Juni 2008

Herausforderung-Klettersteig

Vor ca. 3 Jahren begann ich mit dem Klettersteig-Klettern, - das ist Klettern wo man auch alleine voranschreiten kann und sich selbst sichern muss. Angefangen mit dem Wildenauer-, Pittentaler , Haidsteig, HTL Steig und einigen in der Eisenerzer Gegend , sollte es heuer ein besonderer Klettersteig sein - der Johann Steig -durch die Dachstein-Südwand. Nachdem mein Kletterspezi leider verhindert war, startete ich um 7 Uhr von der Talstation der Dachsteinseilbahn. Der Beginn bis zur Südwandhütte war noch relativ sanft, doch Schritt für Schritt wurde es steiler - ich musste schon einigermassen schnaufen - das erste Schneefeld nahm ich noch mit grosser Vorsicht - bald kam eine Passage mit Stahlseilen - hier hätte ich mich normalerweise gesichert - aber heute betrachtete ich diese Passage nur als unbedeutenden Abschnitt des Zustieges. Die nächsten Schneefelder kamen - nun merkte ich , dass ich schon zu faul war, richtig aufzutreten um einen festen Stand zu haben - die ersten Ermüdungserscheinungen waren da.
Nach ca. 1.35 war ich beim Einstieg zum Johann-Steig. Nachdem ich meine Ausrüstung angelegt hatte, nahm ich mir doch noch Zeit für eine kurze innere Sammlung. Und auf gings.
Der Einstieg begann gleich mit einer etwas kräfteraubenden, klimmzugähnlichen Aktion. Geschafft - na wenn es so weitergeht! Die Sicherung mit Seil und Stiften ist ok. Steil und teilweise furchterregend ausgesetzt ging es dahin. Immer wieder kurzes Innehalten um gute Griffe zu finden und Kraft zu sparen - denn die meiste Sorge hatte ich davor, dass ich irgendwann zu schwach sein könnte um das Seil zu halten - wie es mir schon einmal erging!! Daher SCHÖN KLETTERN dachte ich mir immer wieder Die Mühe wurde belohnt durch echt tolle Ausblicke. Nur das direkte Hinunterschauen vermittelte mir anfangs etwas Knieflattern. Aber wie auch bei den anderen Klettersteigen verging dieses Gefühl und ich konnte nach und nach immer mehr die Kletterei geniessen. Als ich mich so ca. in der Mitte des Steiges befand, hörte ich kurz unter mir zwei Frauen plaudern, ein Geschnatter wie es nur Frauen schaffen. Doch ehe ich noch viel nachsehen konnte, waren die beiden Frauen schon bei mir vorbei und das Geschnatter verhallte so schnell wie es gekommen war. Für die Damen war es scheinbar eine Spielerei hier hinauf, was ich gerade nicht behaupten konnte. Na ja, dachte ich, bist halt doch kein junger Spund mehr.
Eine schöne Passage folgte der anderen. Ich war begeistert mein Krafthaushalt schien auch zu halten. Immer mehr genoss ich die Kletterei. Vor dem Ausstieg kam noch einmal eine kurze Querung von der man fast die ganze Wand hinunterblicken konnte - beeindruckend. Gleich nach dem Ausstieg ist man bei der Seethalerhütte auf 2740m im ewigen Eis und 3h 35min später. Genüsslich saugte ich an meinem Bier ein schönes Gefühl, so einen Klettersteig geschafft zu haben- und ich denke: -Was kommt als nächstes? Juli 2011

Ein Traum

Der Zug fährt vorüber, Sehnsucht erwachte es war spät meine Gedanken liefen Amok, warum, warum bin ich so unruhig warum läuft der Film meines Lebens gerade jetzt an mir vorbei, ich sehe 1000 Chancen die ich nicht nutzte, ich sehe 1000 Träume die ich nicht lebte, warum, warum erschien mir der Zug als ob mein Leben vorüber fährt nachdenklich folge ich dem Weg, warum, warum, hab ich nicht mehr von all den Dingen gekostet, denk ich plötzlich, warum war ich nicht am Himalaya, warum ging ich nicht durchs Feuer. warum, warum kam die Liebe nicht wieder, nachdenklich trabte ich dahin,- da hörte ich eine Stimme hinter mir -warum, warum- fragt die Stimme, gehst du nicht in eine andere Richtung - ich kenn nur diese- versuchs doch mal nach da hinauf... aber ich weiss doch nicht wo es dahin geht!! -he da ist noch Licht in der Kneipe - schau doch mal rein! Da war ich doch noch nie nein, nein he sagt die Stimme - da geht jemand alleine frag ihn wie es so geht! Ich kenn ihn ja nicht , nein, nein warum, warum sollt ich all das tun? Die Stimme verschwand es war wieder ruhig in meinem Leben die Sehnsucht wich - die Gedanken uferten wieder in sicherem Hafen warum, warum war ich nur so unruhig es ist spät!

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